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Stadtwerke Tübingen



DOSB Stützpunktverein
DMS 2019

Mainz, Freiburg i. Br., Ulm, 2./3.2.2019

Die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft im Schwimmen (DMS) ist die Kult-Meisterschaft der deutschen Vereinsteams. Hier starten Spitzenathleten gemeinsam mit ihren jüngeren Vereinskollegen. Frühere Topathleten und auch jetzige Trainer, die ihre Laufbahn beendet haben, gehen für ihre Mannschaft nochmal an den Start. Stimmung und Atmosphäre sind meistens superlaut und in den Schwimmhallen brodelt es, weil mit Pauken, Trompeten, Tröten und Trommeln angefeuert wird.

Dabei werden 26 Strecken, also das komplette olympische Programm, absolviert. In der 1. Bundesliga wird es dreimal, in der 2. Bundesliga und in allen anderen Ligen wird das Programm zweimal absolviert, wobei jeder Schwimmer maximal viermal zum Punkteholen ins Wasser gehen darf. Die DMS ist die deutsche Schwimmliga – wer hier gewinnt, ist das beste Schwimmteam der Nation. Die Mannschaft ist in der Individualsportart Schwimmen ein Faktor, der hier einmal im Jahr mit großem Ritual zelebriert wird.
• 2. Bundesliga in Mainz
(1. Team Männer)
• Oberliga Baden-Württemberg in Freiburg
(1.Team Frauen)
• Württemberg-Liga in Ulm
(2. Team Männer, 2. Team Frauen)
Bei der diesjährigen DMS konnte die SSG Reutlingen/Tübingen zwei Frauen- und zwei Männermannschaften an den Start schicken. Während die 2. SSG-Männer-Mannschaft vergangenes Wochenende in Ulm ihren Verbleib in der Württembergliga sichern konnten, feierte die 2. Frauen-Mannschaft ihren Aufstieg in die Oberliga Baden-Württemberg.

Beide 2. Mannschaften erkämpften sich den dritten Platz in Württemberg. Bei den Frauen sammelten Emelie Fischer, Nina Bolz, Kristina Thon, Greta Groten, Karina Kornmüller, Sophie Ritter, Amelie Banke und Emily Bayer insgesamt 12304 Punkte, hinter den Mannschaften aus Aalen und Ulm mit jeweils 12600 und 12845 Punkten.

Veränderungen gab es auch in der männlichen und weiblichen ersten Mannschaft der SSG.
In der Männermannschaft sorgten Oldies und Youngster gleichermaßen für den Ligaerhalt: Die Trainer Nico Moritz, Leon Scharkowski und Marcus Siems schwammen mit den Aktiven Camillo Steinhauser, Martin Brand, Konrad Mayer, Paul Wurmbäck, Oliver Schwamm und Thorben Wendt und den auswärtig studierenden Hannes Kaufmann und Sebastian Heller um Siegespunkte. Trotz aller Anstrengungen verpasste jedoch die 1.Männermannschaft am Wochenende in Mainz ganz knapp den Verbleib in der 2. Bundesliga Süd. Bartu Colak, Marvin Dahler, Leon Fischer, Simon Keil, Wolfgang Maier, Thomas Pratsch, Sebastian Rombach, Trainer Alex Schäfer und Youngster Felix Schreiner gaben alles! „ Das Hallenbad Nord hat uns in Tübingen sehr gefehlt, allen Schwimmern, nicht nur uns Vereinsschwimmern, aber uns ganz besonders! Sechs Monate lang sind Woche für Woche zwei Trainingseinheiten ausgefallen. Das macht sich in einem so trainingsintensiven Sport, wie dem Schwimmen, einfach klar bemerkbar!
Wir haben alle unser Bestes gegeben. Obwohl die Jungs bundesweit auf Platz 17 von 36 kamen, konnten sie sich hier im Süden nur auf Platz 11 von 12 positionieren –und das bedeutet leider: Abstieg in die Oberliga Baden-Württemberg.“, bedauert Trainer Nico Moritz. „Dabei können wir alle echt stolz sein, unter den gegebenen Umständen bei unserer Bädersituation, überhaupt noch überregional mitmischen zu können. Deshalb ist es geradezu sensationell, dass unsere erste Frauenmannschaft mit 14833 Punkten in Freiburg den Sprung von der Baden-Württembergischen Oberliga in die 2. Bundesliga Süd geschafft hat“, begeistert sich Trainer Ephraim Singer. In herausragender Form steuerte die zwanzigjährige Reutlingerin Antonia-Paulina Hergel mit 2600 Punkten maßgeblich zum Aufstieg bei. Allein ihre 50 Meter Freistil in 25,95 Sekunden brachten dem Team 689 Punkte. Doch auch Karolin Schwille, Luca Braun, Laura Kienast, Katja Brand, Nina Löffler, Susan Jehne, Vanessa Haselmaier und Paula Sterr verhalfen dem Team mit ihrem Top-Einsatz den Wechsel in die 2. Bundesliga Süd. „Jetzt können wir nur hoffen, dass sich die Bädersituation in irgendeiner Weise entspannt und wir einigermaßen vernünftig trainieren können. Natürlich wünschen wir uns für die Zukunft ein teilbares 50-Meter-Becken und den Erhalt des Uhlandbads. Das wäre ideal. Aber wir leben in der Gegenwart und schwimmen jetzt und wir brauchen jetzt schon Trainingsmöglichkeiten, die uns ein effektives Training erlauben,“ geben Schwimmer und Trainer zu Bedenken.

veröffentlicht von: N.Fischer am: 07.Feb.2019