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GEFÖRDERT DURCHBundesministerium füMigration, Flütlinge und Integration
Kleine helfen den Großen

Reutlingen/Tübingen, 12.01.2020

Es gibt sie noch, die Schwimmerinnen und Schwimmer der SSG Reutlingen/Tübingen. Am Sonntag, den 12. Januar 2020 richteten sie Ihre Vereinsmeisterschaften in Betzingen aus. Leider nicht, wie gewohnt im Hallenbad Nord, das ja immer noch geschlossen ist und fast ein Symbol des prekären Schwimmangebotes ist.

In der Tat, Schwimmen ist für die über 200.000 Einwohner von Reutlingen und Tübingen kein Zuckerschlecken. Schulschwimmen, eine kommunale Pflichtaufgabe, findet großteils nicht statt. Die SSG, die Startgemeinschaft des Tübinger Schwimmvereins und der beiden Reutlinger Schwimmabteilung der TSG und SSV bekommen von ihren großen Städten Reutlingen und Tübingen keine ausreichenden Wasserflächen. Schwimmer müssen viel Wegstrecke auf sich nehmen um bei den kleineren Kommunen Sindelfingen, Rottenburg, Waldenbuch und Kusterdingen ins Wasser gehen zu können. Öffentliche Badegäste tun es Ihnen nach.
Vertreter der Grundschulen und weiterführenden Schulen, DLRG, PostSV, Rheumaliga, Präventionssportgruppen, Taucher, VHS, das Projekt „Schwimmen für alle Kinder“, der Verein „Therapiebad Reutlingen“, gewerbliche Schwimmschulen, quasi alle Nutzergruppen sind vor Jahren mit den jeweiligen sportlichen Dachverbänden auf die Stadtverwaltungen von Reutlingen und Tübingen zugegangen. Gespräche laufen, Varianten werden überlegt, Konzepte aufgestellt, Varianten nochmals untersucht, die Zeit fließt dahin.
In Tübingen wurde ein Hallenbadneubau mit der Schließung eines anderen Hallenbades verknüpft. Erst, wenn geklärt ist, wie die Nachnutzung des zu schließenden Bades aussieht, soll über den Neubau entschieden werden. Eine mögliche Nachnutzung ist der Umbau des Uhlandbades zu einem Konzertsaal. Da steht es derzeit 1:0 für Reutlingen. Reutlingen hat seine Stadthalle. Kann Tübingen bald mit einem neuen 50 Meter Hallenbad zum 1:1 ausgleichen? Die Mehrheit der Tübinger stimmten bei einer städtischen Umfrage eindeutig für ein neues 50 Meter Hallenbad. Welche Generation der über 200.000 Einwohner wird neue Wasserflächen in Reutlingen und den Konzertsaal in Tübingen sehen? Die gesundheits- und kulturell interessierten Bürgerinnen und Bürger streben doch ein 2:2 an. Reutlingen mit Stadthalle und neuem großen Hallenbad : Tübingen mit Konzertsaal und 50 Meter Hallenbad Süd.
Die anstehenden Haushaltsberatungen in den beiden Städten stehen wohl unter schwierigen wirtschaftlichen Vorzeichen. Dennoch sollten von den Gemeinderätinnen und Gemeinderäten Mittel bereitgestellt werden um den mittlerweile Jahrzehnte alten Wasserflächenmangel zu beheben.
Zurück von den Ratssälen an den Beckenrand: Neue Vereinsmeisterin ist Antonia-Paulina Hergel und neuer Vereinsmeister ist Sebastian Rombach.

veröffentlicht von: U.Fischer am: 20.Jan.2020